Unwort des Lebens: „Müssen“!!

Manchmal ist es gar nicht so leicht, einen Artikel zu schreiben. Gerade wenn man selbst durch so viele anstrengende Prozesse geht. Es gibt da immer wieder so kleine Sabotage-Angriffe, die aus dem Verstand kommen und immer wieder vom Herzen ablenken. Es ist, als wollte der Verstand auf gar keinen Fall, dass das Herz die Oberhand gewinnt!
Ich habe darüber nachgedacht, wie es kommt, dass manche Tage so schwer und andere einem so viel leichter sind, obwohl sie sich nicht großartig von einander unterscheiden. Ich bin nicht schlecht aufgelegt, wenn ich in die Arbeit, oder irgend welchen anderen Verpflichtungen nachkommen muss…außer Buchhaltung 😉 .
Manchmal kann ich ganz einfach da sein! Und ein andermal bin ich ganz weit weg von mir. Wenn ich ganz weit weg von mir bin, finde ich mich im Verstand wieder! Dann WILL ich irgendwas! Wenn ich nichts will bin ich wirklich bei mir, im hier und jetzt! Das ist, glaube ich, der feine Unterschied. Aber wie kommt es immer nur dazu, an manchen Tage etwas zu wollen und eben diese Tage, wo alles so gut ist, wie es ist?
Die Antwort habe ich noch nicht gefunden. Dankbarkeit ist ein Schlüssel! Oft kann ich für so wenig dankbar sein. Ich brauche auch nicht viel. Mein Lebensstandard ist die letzten Jahre immer mehr zusammengeschrumpft, aber auch ganz bewusst! Ich habe immer wieder mehr Leichtigkeit gefühlt, wenn ich mich von Dingen trenne. Als ich vor 3 Jahren nach Lauingen zog, habe ich so viel zurück gelassen. Dinge, die sich über die Jahre angehäuft hatten, die einfach nur Raum forderten aber mir nicht wirklich wichtig waren. Es gab schon auch ein paar Kleinigkeiten, von denen es mir schwer viel, mich zu trennen. Da waren die Ostereier, die ich mit meinen Kindern zusammen angemalt hatte. Sie waren wirklich wunderschön und ich habe auch da so schöne Erinnerungen, als diese entstanden sind. Aber die Erinnerungen habe ich immer noch! Und das ist mir wichtig, denn die Eier habe ich schon Jahre nicht mehr aufgehängt…sie waren halt im Keller.
So habe ich mich von Vielem getrennt immer mit der Frage, ob es mir nützlich ist, oder eben nicht.
Auch jetzt hat sich so das ein oder andere Pillepalle bei mir eingeschlichen, welches ich nicht wirklich benötige und auch dass wird wahrscheinlich wieder irgendwann verschwinden.
An Tagen, an denen es mir gut geht, brauche ich so gut wie gar nichts…ja manchmal vergesse ich sogar zu essen!
Ich liebe es, den Tag für mich zu haben, ihn zu gestalten, wie er gerade kommt. Das sind die schönsten Tage! Leichtigkeit und das Gefühl mit dem Leben spielen zu können, geben mir so unendlich viel Kraft und Freude!
Ich glaube, das ist etwas, was so vielen Menschen fehlt..das spielen mit dem Leben. Fast alles läuft in geregelten Bahnen, und manche kommen auch nicht damit klar, wenn dann auch noch etwas Unerwartetes geschieht. Besuch, ohne Einladung! Oh je! Da macht man sich sorgen, wie die Wohnung aussieht und was weiß ich noch! Wozu?
Wenn jemand zu mir kommt, dann darf er sich bei mir wohl fühlen! Wenn er das in meinem kleinen Chaos nicht kann, dann halt nicht! Mein Schreibtisch steht im Wohnzimmer, dass sehr klein ist, und ist voll mit lauter Basteleien und Papierkram. Das ist mein Kreativplatz der nur aufgeräumt wird, wenn etwas abgeschlossen ist…und das ist es eher nie der Fall, denn kaum ist etwas fertig, kommt schon was Neues, oder es sind mehrere Projekte auf einmal auf dem Tisch.
Eigentlich ist alles ganz einfach, so lange man spielt. Manchmal verliere ich den Fokus, dann merke ich, wie sich ein Druck aufbaut, bei dem Gedanken, was ich alles machen möchte! Und dann verliere ich auch den Spaß und ich werde regelrecht verbissen! Wenn ich dann erst verbissen bin, dann kommt auch die Unzufriedenheit! Während ich das schreibe, merke ich, wann es diesen Unterschied macht, ob sich ein Tag gut oder eher schlecht anfühlt….ja es ist das Spielen oder verbissen irgendwas zu wollen!!!
Das war neulich schon da, der Gedanke: Geh spielen!
Geh spielen, das ist ein wunderbarer Satz und nicht nur für Kinder. Eigentlich erst recht für Erwachsene, Kindern muss man das ja gar nicht so oft sagen, sie tun es von Haus aus gerne!
Wenn ich so laut darüber nachdenke, dann waren schon öfter Arbeiten, die ich als stressig empfunden habe, weil ich mir selbst Druck gemacht habe, ganz leicht und ich hatte sogar Freude daran, als ich beschlossen hatte, nichts machen zu müssen, sondern zu DÜRFEN! Und nur so viel, wie ich machen möchte!
Das Wort „MUSS“ ist sowieso etwas, das wir aus unserem Sprachgebrauch streichen können! Ich mache es zu meinem persönlichen Unwort des Jahres 2019! Oh ja…das klingt sehr gut! Wenn ich mir spielen erlaube, dann kommen immer ganz wunderbare Ideen zum Vorschein, wenn ich muss, merke ich auch, wie alles eng wird und auch ich selber scheine mich dann zusammen zu ziehen. Ich kann das körperlich spüren!
Als ich mich hingesetzt habe, um etwas zu schreiben, wusste ich eigentlich noch gar nicht, was ich schreiben werde, ich hatte einfach nur Lust dazu. Und jetzt habe ich eine Erkenntnis gewonnen, während dem Schreiben, die ich gleich mit euch teile! Das ist wundervoll!
Ich glaube, dass können wir einfach so stehen lassen! Außerdem will ich noch ein wenig spielen gehen…mein Schreibtisch ist so voller Dinge, die in „Angriff“ genommen werden wollen!
Gut, dann lass ich euch jetzt auch mal spielen gehen, wünsche euch viel Freude damit und versucht wirklich mal den Unterschied zu fühlen…er ist gewaltig!
Dann wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende, vielleicht sehen wir uns ja, denn wenn es nicht Hunde und Katzen regnet, werde ich wieder an der Donau meine Karten verteilen, bei einem schönen Spaziergang. Und wenn du Freude hast, mich zu begleiten, dann gehe einfach ein paar Schritte mit mir..ich freue mich darauf! (Ich denke, ich werde so gegen 13 Uhr an der Staustufe in Dillingen sein, da wo meine Karten immer hängen)
Von ganzem Herzen eure Nicola

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