Wenn du dein Ziel aus den Augen verlierst…

 findet es dich nicht mehr!
Ich war heute mal wieder unterwegs mit meinen Karten, in Lauingen an der Donau. Endlich, denn mein Fuß machte mir die letzten Tage ein wenig zu schaffen und so habe ich meinen Fuß etwas geschont.
Dabei bin ich einem „Kindergartenausflug“ begegnet. Das war richtig schön! Ein Kind hat die Kindergärtnerin gefragt: „ Was macht denn die Frau da?“ Und die Kindergärtnerin sagte, es soll mich doch fragen. Er war aber zu schüchtern, und so haben andere Kinder gefragt.
Ich habe geantwortet, dass ich Freude verbreite…..ich kam mir vor, wie von einem anderen Stern!
Freude verbreiten??? Ich konnte die Fragezeichen über den Köpfen sehen, das war wirklich lustig!

Ich habe es ihnen dann erklärt….eine schöne Begegnung…ich liebe Kinder!

Dann an meiner nächsten „Station“ eine überdachte Bank, saß eine „Oma“, die mit ihren Enkeln den Spielplatz belebten. Auch die Kinder fragten mich, was ich da mache. Und die liebe Oma hat es dann erklärt, weil sie mich bereits kannte. Sie las die Sprüche vor, da die Kinder teilweise noch nicht richtig lesen konnten: „ Verliere dein Ziel nicht aus den Augen, sonst findet es dich nicht mehr“. Und dann kam: Ja siehst du, wenn du auch auf das Gymnasium gehen willst wie deine Schwester, dann musst du dich richtig anstrengen! Ehrlich gesagt, war ich etwas platt, nach der Antwort, da ich dachte, meine Karten wären klar….ja für mich schon…das weiß ich jetzt.
Darum möchte ich heute schreiben, was ich mit dieser Karte meine. Nicht das sie auch eine andere Bedeutung haben kann, aber die Bedeutung von der „Oma“ ist genau das Gegenteil von dem, was ich sagen wollte!
Ich meinte: DEIN ZIEL…nicht das von Oma!!! Ich meine nicht, das was man von dir ERWARTET, sondern das, wofür du auf diese Welt gekommen bist! DEINE GABE!!!! Und jeder bringt seine einzigartige Gabe mit, wenn er geboren wird. Selbst wenn das Kind älter ist und man es fragt, was es denn einmal werden will, kommt oft der Beruf von Mama oder Papa als „Lebensaufgabe“! Allein, das wir unser Leben mit Beruf verwechseln….Puh….wir sind geboren worden, weil wir leben und nicht weil wir Bäcker oder Manager werden wollten!!! So sehe ich das! Wir kommen mit einer BERUFUNG zur Welt. Wer hat gesagt, das Beruf und Berufung das selbe sind? Aber gut, oder nicht gut, mir geht es ja um die eine Karte. Das könnte dann noch mal ein neuer Artikel werden…

Wenn wir nicht auf diese Welt gekommen sind, um ein „Beruf zu werden“, dann sicher weil wir leben wollten…denke ich doch…
Ich wollte mal SOS-Kinderdorfmutter werden…Da dachte ich auch noch, ich wäre ein Beruf. Aber die Idee die dahinter steht, für Kinder, oder auch allgemein, für Menschen da sein zu wollen, sich für sie einzusetzen und anderen etwas zu geben, scheint wohl meine Berufung zu sein…ich habe lange gebraucht um das zu erkennen. Ich war aber auch immer in Berufen, die genau das repräsentiert haben! Aber jetzt habe ich meine Aufgabe in Ansätzen verstanden. Ich behaupte nie, das ich es komplett verstanden habe, denn das weiß ich nicht wirklich genau, vielleicht erkenne ich dahinter noch einmal etwas, von dem ich noch nichts verstanden habe.

Und jetzt lebe ich meine Idee, von der ich denke, dass ich dafür auf diese Erde gekommen bin. Ich sage nicht das es leicht ist, sich auf seine Berufung einzulassen, denn es gibt viele Hürden zu nehmen und oft schon stand mir das Wasser bis zum Hals….Aber das witzige daran ist, dass es immer wieder eine Schubs in die „richtige“ Richtung gibt, wenn du einfach mal anfängst DEINEN Weg zu gehen, kommen Leute in dein Leben, die dir zur Seite stehen..einfach überwältigend!

Und das meine ich, wenn ich von Zielen rede…nicht die Erwartungshaltung der Eltern, Freunde..DEINE ZIELE sind gemeint. Und auch wenn es dann Berufswünsche sind…denn die beinhalten deinen Plan vielleicht schon…wenn wir uns anschauen, was wir tun, können wir vielleicht auch besser verstehen, was unser tatsächliches Ziel ist…

Wenn du so richtig unglücklich mit deinem Beruf bist, dann wird es höchste Zeit, dich damit zu befassen, was dir wirklich Freude macht…Wenn denn Arbeit das Selbe sein soll, wie Leben (indem wir eben schon von Klein auf auf eine Beruf getrimmt werden) dann sollte es doch wenigstens glücklich machen… das ist doch wohl das Mindeste! Ich bin wahrscheinlich für einige sehr Radikal mit meinen Aussagen. Aber ich habe mir schon so viele Gedanken gemacht über das Leben und es fühlt sich für mich echter, richtiger und lebendiger an, von Leben statt von Arbeit zu sprechen

Sag mal laut: Ich lebe… und dann… ich arbeite…fühl mal den Unterschied!! Arbeiten ist nicht Leben und ich lebe nicht für Arbeit, dafür bin ich nicht geboren worden…für mich einfach wahr. Wenn deine „Arbeit“ so viel Spaß macht, dass du nicht das Gefühl hast zu arbeiten, du „Überstunden“ machst, ohne zu merken wie die Zeit vergeht… dann nennt man das Berufung…

Ich höre viel von anderen Menschen…und die Arbeit macht immer mehr Menschen immer weniger Spaß! Wundert mich auch nicht, denn es ist nicht mehr ausgeglichen. Wenig Geld für viel Arbeit, Burnout ist am boomen. Und sicher nicht, weil es eine schicke neue Krankheit ist, die jeder haben will. Aber auch immer mehr Menschen trauen sich einfach etwas zu tun, was ihnen mehr entspricht und geben dafür ihr geregeltes Leben auf. Das sind für mich auch ganz klare Zeichen, dass sich bei vielen Menschen etwas tut…ich denke wir werden wieder etwas wacher und aufmerksamer…und das kann auf keinen Fall schaden!! Genau das brauchen wir.

So, liebe Eltern, Omas und „Erziehungsberechtigte“… ich meine nicht das Gymnasium…wenn ich von Zielen spreche, die man nicht aus den Augen verlieren soll, weil es dich dann nicht mehr findet…..schau mal dein Kind/ Enkel an…voller Bewunderung, wie genial und spielerisch es sein Leben lebt…und dann schau genau hin, was dein Kind für Qualitäten hat….und die sind seine Gabe, vielleicht SEIN ZIEL, das es nicht aus den Augen verlieren soll…. und jetzt noch mal zu dir…liebe Mama, lieber Papa, Oma, Opa….es ist nie zu spät, deine Gabe, also dein Ziel, wofür du hierher auf die Erde gekommen bist, noch zu suchen, zu finden und dann zu leben…..NIE ist irgendetwas zu spät! Nur wenn du es gar nicht tust…..

Von ganzem Herzen
eure Nicola

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