Lebst du noch, oder stirbst du schon?
Ich weiß, sehr provokativ, diese Frage! Aber sie ist ehrlich! Ich bin gerade auf Besuch bei meiner Tochter mit meinem kleinen 2-jähringen Enkel und wir haben richtig viel Zeit für uns! Der kleine ist einfach wunderbar! Er lebt, er ist lebendig, voller Freude und neugierig! Ich kann manchmal kaum die Augen von ihm lassen, weil er mich mit seinem kindlichen Wesen einfach nur verzaubert:
Ein „Morgen“ langweilt ihn….JETZT ist wichtig! Lachen, weinen, zornig sein, all das kann er und er lebt es! Kinder sind so lebendig! Sie LEBEN und sind voller Leben! Und ich bin abends völlig erschöpft. Ich glaube, wir können so viel Lebendigkeit als Erwachsene kaum mehr aushalten! Und meine Frage ist, wann haben wir aufgehört, so zu sein?
Er bringt mich dazu, mich an meine Kindheit zu erinnern und viele Erlebnisse wieder zu fühlen! Im Regen spazieren gehen, sich nicht davon beeindrucken zu lassen und trotzdem zu genießen! Ja, daran kann ich mich auch erinnern! Und was ist jetzt, wenn es regnet? Kinder wollen alles fühlen, sie sind bereit dazu und mit jedem Jahr was dazu kommt, lernen sie mehr und mehr Dinge abzulehnen, bis sie so sind wie wir Erwachsenen! Wir nehmen uns so viele Möglichkeiten auf Freude, wenn wir alles oder so viel ablehnen! Was wäre, wenn wir uns wieder für alles öffnen würden? Wie gefällt dir die Idee, dich für alles wieder zu öffnen? Was kommt da für ein Gefühl in dir auf? Kannst du die darin enthaltene Freiheit spüren?
