Verletzlichkeit

Ich weiß nicht wie es euch die letzten Tage/Wochen gegangen ist. Seit einigen Tagen werde ich von Unruhe geplagt, einem Zerrissensein, eine Traurigkeit macht sich breit und ja auch eine Art Hoffnungslosigkeit.

Ich „lerne“ seit Anfang des Jahres, mir meine Gefühle zu erlauben und ich war auf einem sehr gutem Wege. Und nun, seit einigen Tagen, scheint alles wieder zurück zu kommen. Ich mag auf einmal nicht mehr alleine sein. Dabei fühle ich mich oft so verlassen, mag aber im Gegenzug auch nicht unter Menschen gehen. Da sind Ängste, im Leben festzustecken und nicht weiter zu kommen. Angst vor dem finanziellem Ruin. Angst meine gewonnene Freiheit wieder zu verlieren, da sie sich bereits  einschränkt, um das Geld zu haben, dass ich zum Leben brauche!
Ehrlich gesagt, habe ich das nicht verstanden, denn ich bin ständig an meinen Gefühlen dran. Und jetzt wieder dieser „Rückschlag“. Doch lese ich ja auch auf anderen Seiten, und da wird mir doch einiges verständlicher, wenn es auch schwer auszuhalten ist.
Es waren sogenannte „Portaltage“, die ich jetzt hier nicht so erklären kann, weil das Seiten füllen würde und dann war da noch der Neumond mit sehr starken Energien. Wir hatten Sonnenstürme und was weiß ich nicht noch alles. Allgemein kann ich sagen, dass es ganz vielen anderen auch so ergeht. Es tröstet ein wenig, das all diese Gefühle einfach nur geheilt werden wollen, durch genau diese Energien. Es liegt eine „Schwere“ in der Luft und sie macht müde und sehr emotional. Alle Gefühle des Mangels werden noch einmal hoch gespült und wollen liebevoll angenommen werden.

Es geht nach meinem Gefühl darum, wieder in die Selbstliebe zu kommen. Mein Gott, wie weit sind wir doch von uns selbst entfernt. Kaum ein Kind wurde/wird so angenommen, wie es war/ist. An manchen Tagen habe ich richtige Probleme, für mich selbst Liebe zu empfinden, also tiefe Liebe! Ich hasse mich nicht mehr, für irgendwas gesagtes oder getanes, oder weil ich irgend etwas an meinem Körper zu bemängeln habe, das ist schon mal ein großer Schritt. Aber tiefe Liebe für sich zu empfinden, ist noch mal eine ganz andere Sache. Allerdings, wenn ich mir mein verletztes inneres Kind vor Augen halte, wie es nicht mehr vertrauen kann und sich ängstigt, dann habe ich Mitgefühl. Und dieses Mitgefühl drückt sich dann in Liebe aus. Ich halte es, ich halte dieses Gefühl meines inneren Kindes aus und ich liebe es, einfach weil ich dann gar nicht mehr anders kann und auch nicht will! Ich gebe ihm alles, was es in diesem Augenblick benötigt. Heute lies dieses Gefühl, oder besser gesagt, diese ganzen Gefühle des Mangels einfach nicht locker und so verbrachte ich den Vormittag meine Zeit, dieses Kind zu trösten. Ich wurde schon um 4 Uhr morgens wach, konnte nicht schlafen, musste mich aber dann nach einer Stunde wieder hinlegen und schlief noch ein paar Stunden. So viel Unruhe!

Im Laufe unseres Lebens werden wir verletzt, immer wieder. Leider auch, weil wir uns der „ersten“ Verletzung entweder nicht bewusst sind, oder sie auch nicht sehen wollen, kommen immer wieder Situationen in unser Leben, die uns an die „Urwunde“ erinnern, um sie zu heilen.
Ich behaupte, so ziemlich jeder, ist mit all diesen Energien belastet und so schaffen wir ein gemeinsames „Feld“ mit diesen Energien, die sich auch auf alle auswirken.
Und wir haben jetzt, weiß Gott, keine leichte Zeit! So viel Unruhe überall, die Kriegstreiber, die Unruhestifter, Fluchtenergie, steigende Kriminalität in Deutschland, eine menschenverachtende Politik und dann noch die Dinge, die wir nicht sehen und nicht verstehen.
Ich kann fühlen, dass eine neue Zeit anbricht und anbrechen will. Es ist Zeit für Veränderung. Aber Veränderung fängt nicht beim Nachbarn an, so wie wir das immer gerne hätten. Es geht darum, uns aus unserem Schmerz, Traurigkeit, Vertrauensverlust etc. zu erlösen, indem wir uns diesen Gefühlen zuwenden, sie fühlen und liebevoll annehmen. Sie sind genau so ein Teil von uns, wie Freude, Glück und Frieden. Da bin ich wieder bei meinem Regenbogen…es braucht Regen und Sonne um ihn sichtbar zu machen. Und so leugnen wir so vieles in uns, wollen nicht fühlen, was gerade da ist. Und ich weiß, dass wir das nicht fühlen wollen, da es mir auch so geht. Da schiebt sich die Angst vor die Angst, einfach nur weil der Widerstand da ist, sie fühlen zu wollen. Und als Verlassensängste bei mir aufgetaucht sind, war es wie ein Stau, weil ich das nicht fühlen wollte! Ich merkte aber, dass es jetzt ganz wichtig ist, diese einfach zu fühlen und auszuhalten. Und sobald ich mich auf sie einließ und ich mein inneres Kind ganz fest in meinen Armen hielt (also alles in inneren Bildern) spürte ich Erleichterung. Endlich!

Diesen Text zu schreiben, viel mir sehr schwer. Zum einen, weil ich da wieder in diese Energie komme, die ich gerne verlassen wollte. Zum anderen, sind diese Gefühle ja doch, in dieser Intensität gefühlt, sehr intim und es fühlt sich ein wenig an, sich „nackig“ und durchlässig zu zeigen, ja verletzlich. Und verletzt werden will ich nicht mehr. Aber dennoch erschien es mir wichtig, das hier noch einmal zu schreiben, denn ich möchte euch wissen lassen, dass mit euch alles stimmt, wenn ihr auch durch diese Gefühle geht und möchte euch verstanden wissen! Jetzt ist nicht die Zeit, diese Gefühle zu vertuschen und zu leugnen. Es ist Zeit sie anzusehen und zu heilen, wichtig für uns alle. Denn jeder der sich heilt, nimmt ein Stück „Schwere“ aus dem Feld und erleichtert es sich und den anderen sich aus dieser Energie zu befreien!

Die aufgebaute „Scheinwelt“ von einer glücklichen Familie und einem perfekten Leben nur nach Außen zu leben, sich und seine wahren Gefühle zu leugnen, eben nur um den Schein zu wahren, ist nicht echt und authentisch. Jeder hat so seine „Brennpunkte“. Was haben wir davon, anderen vorzugaukeln, bei uns wäre alles in bester Ordnung? Macht es dich dann zu einem besseren Menschen? Was hast du davon, dich zu leugnen?
Wie gesagt, es viel mir nicht leicht, mich hier so verletzlich zu zeigen, gerade heute. Aber meine Verletzlichkeit ist vielleicht auch deine und sie hilft dir vielleicht, wenn du es dir erlauben kannst, dich ebenfalls zu öffnen und dir diese Freiheit zu schenken, ehrlich zu dir selbst zu sein.

So, jetzt werde ich mich weiter meinem inneren Kind hingeben, obwohl es jetzt schon sehr friedlich ist, aber auch im Frieden will ich jetzt bei ihm sein und es hüten, wie eine Mutter sein Kind hütet, wenn es ihm schlecht geht. Ich will es geheilt sehen, lachend und vor Freude jauchzend über das Leben, mit allen Wundern die sich zeigen! Und ja, Wunder gibt es!

In Liebe eure Nicola
PS. Ich überarbeite diesen Text nicht mehr, da ich jetzt genug in dieser Schwere gehangen bin und ich mich bereits daraus befreit habe, zum größten Teil. Also wer einen Fehler findet, darf ihn gerne behalten! 😀

2 Gedanken zu „Verletzlichkeit“

  1. Liebe Nicola, die Tage eine Karte von Dir in meinem Geldbeutel gefunden.
    „Wenn Dein Leben ein Chaos ist, vertraue, aus Chaos entsteht Ordnung!“ Keine Ahnung wo ich sie aufgegabelt habe. Mein Körper hat Chaos, meine Beziehungen sind Chaos, mein Schreibtisch ist Chaos … . In mir ist ein Lächeln über eine chaotische Geschichte über das Wunder des Lebens die das Leben in mir schreibt und in die dein Kärtchen hineingewandert ist.
    Ansonsten möchte ich zwei Links anhängen, wenn das geht. Der eine betrifft das Verbreiten von Seelennahrung, dazu zähle ich deine Kärtchen: https://www.youtube.com/watch?v=7n1iElbC4Uk
    und etwas zum Thema Verletzlichkeit: https://www.ted.com/talks/brene_brown_on_vulnerability?language=de#t-1199061
    Beides leider in Englisch.
    Schick Dir mal ungefragt meine fehlerhafte, chaotische Geschichte mit einer Email
    Lieben Gruß
    Peter

    1. Hallo lieber Peter,
      ja Chaos…das kenne ich, so sind auch meine Karten entstanden! Immer noch bin ich auf der Suche nach mir selbst, aber Vieles zeichnet sich langsam ab. Ich habe auch im Tölzer Raum meine Karten verbreitet, so ist es gut möglich, dass du sie in einem Cafe oder in einem Hutladen bekommen hast. Du hast recht, jedes Leben ist ein Wunder…auch wenn man sich manchmal ganz schön „wundert“, was einem alles so im Leben „passiert“! 😉 oder gerade deswegen?!. Ich freue mich über deine offenen Worte und auch über die Links…meine 2. Sprache ist Englisch und somit ist es keine Hürde sie mir mal anzusehen und auf mich wirken zu lassen, dafür danke ich dir sehr! Ich habe 50 Jahre in Geretsried gelebt und fühle mich Bad Tölz sehr verbunden.
      Herzenstiefe Grüße sende ich dir mit diesen Worten
      Nicola

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