Die kleine Raupe-und die Moral von der Geschichte

Es war einmal eine kleine Raupe. Sie schlüpfte an einem sonnigen Tag, geweckt durch die warmen Sonnenstrahlen aus ihrem Ei. Als die Eierschale aufplatzte, die jetzt schon viel zu eng geworden war, traf ein warmer Lichtstrahl ihre kleine Nase und kitzelte sie. Die Raupe musste niesen und das amüsierte sie und sie fing an zu lachen. Was für ein Start ins Leben!

Neugierig drückte sie sich aus dem Ei heraus und blickte um sich, um zu sehen, was da alles auf sie wartete! Die Welt, die sie erblickte war so schön bunt und es duftete nach bunten Sommerblumen, sie konnte das Gras riechen und ein Flusslauf blitze hier und da auf, wo ein Lichtstrahl sich im Wasser fangen lies. So, dachte sich die kleine Raupe, was fange ich jetzt mit diesem Leben an? Sie war voller Tatendrang und wollte einfach nur alles sehen und wissen! So erkundete sie erst einmal die Umgebung und hoffte jemanden zu finden, der ihr vielleicht eine Idee geben könnte, was sie aus ihrem Leben machen könnte. Und tatsächlich! Auf der Lichtung schlug ein Hase voller Freude seine Haken.
Nichts wie hin, dachte sich die Raupe und so schnell sie ihre vielen Füße tragen konnte, eilte sie zum Hasen. „Hallo du, ich bin gerade aus meinem Ei herausgekommen und habe noch keine Idee, was ich machen soll. Hast du eine für mich?“ sprudelte es voller Erwartung aus der Raupe heraus. Der Hase schaute um sich und erst dachte er, er höre schon Stimmen, als er dann auf einem Grashalm sitzend die Raupe entdeckte. „Oh,“ sagte der Hase, „das ist eine interessante Frage! Also ich liebe es Haken zu schlagen! Wie wäre es also mit Haken schlagen?“ Die Raupe schaute auf ihre vielen Füße, kletterte vom Grashalm auf die Erde und versuchte ein paar Haken zu schlagen. Der Hase beobachtete die Raupe mit großen Augen und fing an fürchterlich zu lachen. Die Raupe merkte selbst, dass das wohl nicht so ihr Ding war, denn die vielen Füße verhedderten und das sah nicht so aus, wie beim Hasen! Gut, dachte sie sich, dann eben nicht Haken schlagen! Sie lies den Hasen, der sich immer noch schüttelte vor Lachen, einfach stehen, verlor kein Wort mehr und ging langsam zurück in den Wald.
Da waren ein paar Ameisen, die fleißig kleine Blattstückchen in ihren Bau schleppten. Die Blattstückchen waren größer als sie selbst. Und die Raupe sprach: „Hallo ihr da! Was macht ihr da? Ich suche etwas, was ich tun kann!“ Die Ameisen hatten eigentlich gar keine Zeit für so dumme Fragen und so antworteten sie knapp: „ Bevor du so faul rumstehst und eh nicht weißt, was du tun sollst, kannst du uns ja helfen unseren Vorrat aufzufüllen. WIR haben keine Zeit herumzustehen!“ Die Raupe war traurig. Sie wollte doch nur wissen, was sie tun könnte! Da muss man doch nicht so blöd daher quatschen, dachte sie sich und ging noch langsamer noch tiefer in den Wald hinein. Sie traf einen Mistkäfer und er erzählte ihr einen Haufen mist! Eine Schnecke schlich an ihr vorbei, in der Hoffnung, sie würde unbemerkt an der kleinen Raupe vorbei kommen, aber leider, nein! „Hey du! Kannst du mir sagen, was ich machen kann in dieser Welt?“ Die Schnecke war müde, denn ihr Haus war schwer und sie hatte noch einen weiten Weg vor sich. Sie sah die Raupe an und stellte fest, dass sie sich unbedingt ein Haus bauen sollte, weil sie ja offensichtlich keines bei sich hatte und weiter hielt sie sich nicht auf! Auch das war nicht die Antwort, die sie brauchte! Die Raupe suchte und suchte, das ging eine ganze Weile so. Aber eine Antwort fand sie nicht! Keiner konnte ihr sagen, was sie machen soll.

Eines Morgens wachte sie auf und irgendwie war ein innerer Ruf in ihr zu hören. Und sie war entzückt…Da! Aus ihrem Herz kam eine Stimme! Sie legte den Kopf auf ihre Brust und horchte..sie hörte ihr Herz schlagen und es flüsterte irgend etwas mit „in den Baum hängen, geschützt…aber sie wusste auf einmal was zu tun war! Endlich, dachte sich die Raupe, endlich weiß ich was ich tun kann! Sie war so überglücklich, denn sie spürte, das es genau das war, was sie tun wollte! Singend und voller Euphorie, kletterte sie auf einen Baum, der sie magisch anzog, suchte einen schönen Ast aus und fing an, ihren Kokon zu bauen. Hier noch ein bisschen und da noch etwas Spucke, das es richtig schön hält und ehe sie sich versah, war der Bau fertig. Sie war so zufrieden, dass sie endlich IHRE Aufgabe hatte! Doch das war auch ein wenig anstrengend gewesen und so viel sie mit einemzufriedenen lächeln in einen tiefen Schlaf.
Als sie wieder erwachte, war alles ganz fürchterlich eng und sie konnte sich nicht bewegen. Das fühlte sich nicht gut an! Ja, es machte der Raupe sogar ein bisschen Angst! So fing sie an sich Platz zu schaffen und wollte sich mit ihren vielen Beiden frei strampeln. Aber irgendwas stimmte nicht….da fehlten doch ein paar Beine! Oh nein, dachte sie! Aber immer noch damit beschäftigt sich zu befreien, beruhigte sie sich mit dem Gedanken, das alles genau zu prüfen, wenn sie befreit war! So kämpfte sich die kleine Raupe Stück für Stück aus diesem engen Sack und nach einer Weile hatte sie es geschafft! Endlich frei, puh, dachte sie! Aber sie fühlte sich so anders an…und so konnte sie endlich sehen, was mit ihren vielen Füßen passiert war…ja da fehlten ein paar….aber was war das am Rücken? Da waren zwei Flügel! Und sie breitete ihre Flügel aus und betrachtete sie voller Demut! Was für wunderschöne Farben! Sie schaute sich von oben bis unten an und konnte kaum glauben, was mit ihr passiert war! Als sie den Kokon baute, dachte sie, das wäre eben ihre Aufgabe! Aber das diese Aufgabe dafür gedacht war, dass sie ihre Form verändern kann…daran hatte sie nie gedacht! Und so hob sie anmutig ihre Flügel, stieß sich elegant vom Boden ab und flatterte zufrieden in die Welt der Schmetterlinge!

Und die Moral von der Geschichte:
1. Frage nie einen anderen was du mit deinem Leben machen sollst!
2. Folge deiner inneren Stimme, indem DU FÜHLST, was für DICH WICHTIG ist!
3. Jeder hat seine Wahrheit, finde du DEINE für DICH und werde der Schmetterling, indem du jeden Schritt würdigst, der dir zeigt, was du schon bist!
Diese Geschichte fiel mir ein, als ich über das Leben nachdachte. Diese Geschichte könnte so oft abgewandelt werden, dass ich mich erst gar nicht entscheiden konnte, wie diese aussehen soll…so folgte ich einfach dem, was als erstes auftauchte! Und bei der Moral der Geschichte, könnte ich noch tausend Dinge aus diesem Text ziehen, denn da sind so viele kleine Weisheiten zwischen den Zeilen, dass ich selbst beim Lesen etwas demütig geworden bin! Vielleicht findest du ja auch die ein oder andere Weisheit für dich, die nicht als meine „Moral“ aufgeführt ist, wenn du aufmerksam liest!
Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag und nein, heute glaube ich, werde ich meine Karten nicht im Wald verteilen…ich werde es mir gemütlich machen!
Von Herzen kommende liebe Grüße an euch eure Nicola
PS: Ich habe wieder ein paar schöne neue Artikel in meinen Shop eingestellt, wer also lust hat, mal wieder zu stöbern, sehr gerne! 

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